VAR: Ist Weniger Mehr für Atlético?
Die Debatte über VAR-Interventionen ist zurück, diesmal mit Atlético de Madrid als Protagonist. Nach einem mitreißenden Spiel sorgte das Ausbleiben von VAR-Unterbrechungen für eine authentische Fußballatmosphäre, die an große Pokalabende erinnerte.
Die anschließende Überprüfung einer Aktion von Azpilicueta, die vom VAR-Raum aus initiiert wurde, entfachte jedoch die Kontroverse darüber, wann und wie diese Technologie agieren sollte, neu.
Die fragliche Aktion, ein Tackling, das der Schiedsrichter auf dem Feld für eine einfache gelbe Karte würdig hielt, wurde auf Drängen des VAR überprüft, was Zweifel an der Größe des wahrgenommenen Fehlers aufkommen ließ.
War es wirklich eine so klare und offensichtliche Aktion, um das Anhalten des Spiels zu rechtfertigen? Diese Situation führt uns dazu, über den ursprünglichen Zweck des VAR nachzudenken: minimale Intervention bei maximalem Nutzen.
Das Ziel war nie, ihn in ein Werkzeug zu verwandeln, um jeden möglichen Fehler zu korrigieren, sondern um in eklatanten Situationen einzugreifen, die den Spielverlauf verändern.
So wie in der Vergangenheit ein Schiedsrichter dafür gelobt wurde, dass er unbemerkt blieb, sollten wir jetzt danach streben, dass der VAR nur am Ende des Spiels in Erinnerung bleibt, ein Zeichen dafür, dass sein Eingreifen fair und notwendig war. Hoffentlich werden wir mehr Atleti-Spiele sehen, bei denen die Schiedsrichtertechnologie es uns ermöglicht, das Spiel ohne unnötige Unterbrechungen zu genießen